Ich habe hier ein paar Folien vorbereitet

Was ist das größte Problem bei Präsentationen? Die meisten sind einfach zu lang. – Woran liegt das? An mangelnder Vorbereitung. – Was heißt das genau? Der Vortragende hatte keine Zeit oder keine Ahnung.

Wenn ich zu einem Termin eingeladen werde, dann leuchtet der Projektor häufig einladend blau, während der Moderator noch seinen Laptop startet und sauber verkabelt. Wenn dann Powerpoint gestartet wird, geht mein Blick sofort in die Fußzeile. Und da steht dann der Hinweis, bei dem sich mir sofort die Nackenhaare sträuben: „Folie 1 von 84“. Dann weiß ich schon, worauf ich mich die nächste Zeit einzustellen habe.

Dabei ist es eigentlich ganz leicht, kurze Präsentationen zu erstellen, die auch noch gut sind. Aber dafür benötigt der Vortragende umso längere Vorbereitungszeit. Und da beginnt das Problem, denn Zeit ist bekanntlich ein knappes Gut. Bei Präsentationen gibt es selten einen so hohen Output, als dass sich großer Input zu lohnen scheint. Also werden schnell bestehende Folien zu einer neuen Präsentation zusammengezimmert. Und lieber zu viel als zu wenig, mit dem Ziel jede potentielle Frage durch eine eigene Folie im Vorwege zu entkräften. Und so hechelt der Moderator durch seine 84 Seiten, verspricht einiges zu überspringen, schafft es aber doch nicht und am Ende bleibt kaum Zeit für Fragen und alle müssen weiter zum nächsten Termin.

Wie geht es dann besser – auch wenn die Zeit knapp ist? Ich muss mir eigentlich nur eine Frage beantworten: Welche Botschaft möchte ich meinen Zuhörern mitgeben? Wer sich darüber im klaren ist, der kann ganz gezielt seine Folien auswählen und in die richtige Struktur bringen. Das setzt natürlich voraus, dass der Vortragende seine Zuhörer kennt und weiß, was diese bewegt. Wer das nicht weiß, sollte sich schnellstens schlau machen.

Ich kann die Frage nach der Botschaft auch in zwei Schritten ermitteln:

  1. Welche Kernfrage interessiert meinen Zuhörer? (Oder: Welche Kernfrage ist mir wichtig und macht meine Zuhörer neugierig?)
  2. Wie lautet die Antwort auf diese Kernfrage in einem Satz?

Diese Antwort wird auch Kernbotschaft oder Kernaussage genannt und ist der Rote Faden für jede Präsentation. Vielleicht brauche ich jetzt auch nur 7 Seiten, oder sogar nur 3 – und kann ganz direkt zum Punkt kommen. Dann haben die Zuhörer viel Zeit gewonnen, eine neue Erkenntnis mitgenommen und behalten den Vortragenden in guter Erinnerung.

Wie Sie die Struktur einer Präsentation mittels Kernbotschaft richtig erarbeiten, finden Sie auch in meinem kostenlosen E-Book „Präsentieren wie ein Berater“, dazu einfach hier klicken.

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