Positives Denken zeigt sich im Handeln

Erfolgreiche Führungskräfte verfügen über ein positives und lösungsorientiertes Denken. Entscheidend ist aber nicht, darüber zu sprechen oder dies von anderen einzufordern. Vielmehr ist das vorbildhafte Handeln ausschlaggebend.

Neben den ganzen Fach- und Führungsaufgaben bringt ein erfolgreicher Projektleiter immer auch positives Denken und lösungsorientiertes Handeln mit. Das ganze Projekt wird trotz ausführlichster Planung immer wieder mit unvorhergesehenen Situationen konfrontiert. Diese müssen zunächst richtig eingeschätzt und bewertet werden, um dann verschiedene Lösungsalternativen herauszuarbeiten und den bevorzugten Weg zu beschreiten.

Literatur und Seminare sind voll mit Schlagworten rund um das Meistern von „Herausforderungen“ und fordern ein positives Denken. Dies ist sicherlich der erste Schritt: Als Projektleiter darf ich nicht wie das Kaninchen vor der Schlange stehen und hoffen, dass das Problem sich wieder verzieht. Ich muss durchaus in Möglichkeiten denken und mich meinen gegebenen Rahmenbedingungen anpassen. Es ist auch in Ordnung, diese Einstellung zu verbalisieren und vom Team einzufordern. Doch sollte ich dabei eher zurückhaltend sein und nicht eine Tschakka-Mentalität verbreiten, die zu überzogen ist, um sie ernst nehmen zu können.

Denn dem Denken und den Worten müssen auch immer Taten folgen. Und alle drei Dimensionen müssen miteinander im Einklang. Sein. Wenn ich mein positives Denken für mich gefunden habe und dies meinem Team entsprechend vermittle, dann ist dies nur mit passenden Handlungen meinerseits auch glaubwürdig. Ich kann nur dann ein Vorbild sein und mein Team zu ähnlichen Handlungen motivieren, wenn ich selbst den anstehenden Problemen mit erhobenem Kopf und offenen Augen begegne, um dann meinen neuen Weg einzuschlagen. Wenn ich mich hier nicht aufhalten lasse und mit positivem Mut vorangehe, dann wird mein Team sich an diesen Aktionen ein Beispiel nehmen.

Führung auf dem Platz: Schiedsrichter bei der EM

Das ist echte Führung in einer Extremsituation: Der Schiedsrichter bei einem großen Fußballspiel muss das Spiel leiten und trägt eine immense Verantwortung in seinen Entscheidungen. Er muss dabei mit seinem eigenen Team aus Assistenten an der Seitenlinie und 22 Stakeholdern kommunizieren.

Eine Dokumentation der EM 2008 ermöglicht direkte Einblicke in die Arbeit der Schiedsrichter. Diese wurden durchgehend gefilmt und die Kommunikation mit den Assistenten aufgezeichnet.

Was lässt sich von einem Schiedsrichter für die eigene Projektleitung lernen?

In diesem Film mit dem Engländer Howard Webb lassen sich drei Aspekte gut erkennen.

Kommunikation: Der Schiedsrichter ist der Chef auf dem Platz und füllt diese Rolle auch aus. Er trifft letztendlich die Entscheidung und überstimmt wenn notwendig auch seinen Assistenten (Ecke oder Abstoß). Er gibt direkte Rückmeldungen und lobt seine Mitstreiter an der Außenlinie („Gut gemacht“). Die gesamte Kommunkation ist dabei so knapp wie möglich gehalten, um dem schnellen Tempo des Spiels mitzuhalten.

Führung: Noch während des laufenden Spiels gibt es kurze Feedback-Schleifen, in der sich Howard Webb mit seinen Assistenten abstimmt (Abseits oder nicht?). In der Pause kümmert er sich direkt um das Wohlbefinden seiner Mitarbeiter und fragt diese direkt, ob alles klar sei. Viel wichtiger aber ist, dass er ihnen absolut vertraut: Als ein Assistent „Stop it“ ruft, reagiert Howard Webb sofort mit einem Pfiff, ohne wirklich zu wissen, was genau los ist. Erst auf dem Weg zum Geschehen klärt er die Situation per Funk.

Aktionen: In seinem Verhalten ist der Schiedsrichter berechenbar und lässt seinen Worten direkte Taten folgen. Der Warnung nicht am Trikot zu ziehen, folgt direkt danach der entscheidende Elfmeter-Pfiff. Und dem meckernden Spieler wird erst die gelbe Karte angekündigt, um sie – nachdem das Meckern nicht stoppte – auch zu zeigen.

Howard Webb ist ein anerkannter Schiedsrichter, der inzwischen seine aktive Laufbahn beendet hat. Dieses Video belegt eindrucksvoll seine guten Leistungen als Führungskraft auf dem Platz.

Shortcuts für die PowerPoint-Präsentation

Präsentationen gehören seit langem zum Berufsalltag in vielen Branchen. In der Theorie ist der Referent immer gut vorbereitet und als erster vor Ort, um die Technik aufzubauen und das Publikum zu begrüßen. In der Realität sieht das aber häufig anders aus: In einer längeren Sitzung müssen nacheinander verschiedene Personen ihre Präsentationen vortragen. Da werden dann Kabel umgesteckt, Dateien gesucht und Programme geöffnet – während die ganze Runde ungeduldig zuschaut.

Damit Sie ein gutes Bild abgeben, sollten Ihre Startvorbereitungen schnell und professionell sein. Hier helfen die ersten Shortcuts.

Die wichtigsten Tastenkombinationen

F5: Startet die Präsentation von der ersten Seite.

Shift + F5: Startet die Präsentation von der aktuellen Seite.

Leertaste: Zeigt die nächste Seite an.

Pfeil-Tasten: Die Pfeile nach rechts und unten zeigen die nächste Seite an. Mit den Pfeilen links und oben gelangen Sie zur vorherigen Seite.

Seitenzahl + Enter: Wenn Sie zu einer Seite springen wollen und deren Seitenzahl kennen, dann geben Sie auf der Tastatur die Seite an und drücken danach die Enter-/Return-Taste. Zum Beispiel drücken Sie nacheinander 1 – 4 – Enter und springen damit zu Seite 14.

Position 1 / Ende: Hiermit gelangen Sie zur ersten bzw. letzten Folie der Präsentation.

B: Zeigt einen schwarzen Bildschirm an (B steht hier für das englische Black). Wenn Sie die volle Aufmerksamkeit des Publikums benötigen oder etwas am Flipchart zeigen wollen, dann können Sie mit der Taste B den Bildschirm schwarz schalten. Ein erneuter Druck auf B und Sie sind wieder in der Präsentation.

W: Funktioniert wie B, nur wird hier ein weißer Bildschirm gezeigt.

A: Lässt den Mauszeiger verschwinden.

STRG + A: Zeigt den Mauszeiger wieder an.

STRG + P: Der Mauszeiger wechselt zu einem Stift. Sie können jetzt bei gedrückter Maustaste in der Präsentation zeichnen. Aber Vorsicht, die Zeichnung ist nicht von Dauer. Sobald Sie zu einer anderen Folie wechseln oder die Präsentation beenden, sind alle Linien wieder verschwunden.

Internationales Projektmanagement: USA

Während in der japanischen Geschäftskultur viel Wert auf Abstimmungen und Klärungen vor dem Start eines Projekts gelegt wird, liegt das Hauptaugenmerk in den USA auf der ganz anderen Seite. Hier gilt noch der Spruch „Time is Money“ und führt zu einer handlungsorientierten Vorgehensweise. Das mag für uns Deutsche ein wenig unstrukturiert vorkommen und gewöhnungsbedürftig sein, ist letztendlich aber stark lösungsorientiert.

Alles ist excellent und exciting

Zunächst einmal erscheinen die US-amerikanischen Kollegen absolut begeistert von Ideen und Vorschlägen. Adjektive wie excellent, exciting oder great werden regelmäßig verwendet. Während in Deutschland ein Vorschlag durchaus in der Luft zerrissen wird, gibt es jenseits des Atlantiks zunächst einmal positive Resonanz.

Das heißt aber noch lange nicht, dass Ihr Vorschlag auch wirklich positiv gesehen oder gar umgesetzt wird. Denn die Kritik folgt etwas später und ist hier eher indirekt formuliert. So klar und deutlich wie in Deutschland artikuliert kaum jemand sein Missfallen.

Generell werden viele höfliche Floskeln ausgetauscht. Das beginnt schon bei der Begrüßung (How are you?) oder im Smalltalk (We should go there for dinner some day!) und oft haben diese Sätze keinerlei Verbindlichkeit. Man sollte sich also davor hüten, diese positive Einstellung zu ernst zu nehmen.

Im Projekt: Ärmel hochkrempeln und anfangen

Nach kurzem Smalltalk soll endlich gearbeitet werden. Und hier schlägt das lösungsorientierte Handeln voll durch. Während wir Deutschen erst ein Meeting oder gar einen ganztägigen Workshop in klarer Struktur durcharbeiten fragt sich der Amerikaner, warum wir so lange reden. Er möchte viel lieber sofort anfangen, es liegen doch so viele gute Ideen vor. Nach kurzer Diskussion zu den wichtigsten Fakten wird einfach angefangen.

Und dann gilt das Prinzip von Versuch und Irrtum, dass vielleicht nicht immer den geraden Weg nimmt. Aber durch eine hohe Aktivität und schnelle Iterationen nähert sich das Projekt auch so seinem Ziel. Dabei wird weniger einem ausgefeilten Plan gefolgt, sondern viel mehr der Blick auf das aktuell wichtige Thema gelenkt. Und während der Japaner noch Beziehungen aufbaut und der Deutsche noch plant, hat der Amerikaner bereits zwei Fehlversuche hinter sich.