Fehler beim Entscheiden vermeiden

Wer Entscheidungen trifft, kann den richtigen oder den falschen Weg einschlagen. Häufig verfügen Sie nicht über alle notwendigen Informationen oder müssen Unsicherheiten berücksichtigen. Es gibt aber ein paar Fallen und Fehler, die Sie ganz einfach vermeiden können.

Psychologische Fehlschlüsse

Es gibt ein paar Fallen auf dem Weg zur Entscheidung, die Sie kennen und vermeiden sollten:

  • Der Anker-Effekt: Die zuerst genannte Zahl ist immer eine Orientierung für die weitere Diskussion, selbst wenn diese Zahl völlig zufällig ist. Wenn ich zum Beispiel 114 sage, und Sie dann frage wie alt Gandhi geworden ist, dann geben Sie mir eine andere Antwort, als wenn ich zuerst 23 sage und dann nach Gandhis Alter frage. Probieren Sie es aus!
  • Der Halo-Effekt: Der erste Eindruck – egal ob gut oder schlecht – beeinflusst Ihre weitere Beurteilung. Wenn Sie zunächst von einer Option überzeugt sind, dann tolerieren Sie eher Nachteile, von denen Sie im Anschluss erfahren. Wenn Ihr erster Eindruck negativ war, dann können auch positive Argumente Sie nur schwer überzeugen.
  • Die Anzahl der Alternativen: Wenn Sie jemand vor die Wahl zwischen zwei Alternativen stellt, dann müssen Sie sich nicht auf die beiden beschränken. Es kann gut sein, dass es eine dritte oder vierte Option gibt. Nur ist unser Denken sehr bequem und bewertet zunächst nur die genannten Möglichkeiten.

Falsche Vorgehensweise

Und es gibt noch ein paar häufige Fehler:

  • Sie beauftragen noch eine weitere Analyse. Dabei ist die Erfahrung eindeutig: Lange und aufwändige Wege zu einer Entscheidung kommen zu dem selben Ergebnis wie eine pragmatische Vorgehensweise mit den richtigen Teilnehmern. Zusätzliche Analysen bringen selten neue Erkenntnisse, sondern machen nur viel Arbeit und kosten Zeit.
  • Sie vertagen die Entscheidung. Aber Sie können nicht nicht entscheiden! Wenn Sie nichts tun, das Problem auf später verschieben oder eine lange Vorbereitung in kauf nehmen – immer dann entscheiden Sie sich jetzt für den Status Quo.
  • Sie lösen das falsche Problem. Wer es gewohnt ist zu entscheiden, der hat einen gewissen Automatismus entwickelt und ist zu schnell in seiner Schlussfolgerung. Fragen Sie sich: Was ist das wahre Problem? Worum geht es hier wirklich? Welche persönliche Motivation hat mein Gegenüber mir diese Entscheidung vorzulegen?
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