Besprechungen: Gehen oder bleiben?

Wer kennt das nicht? Da sitzt man in einer Besprechung und ist gedanklich ganz wo anders. Fragt sich, was soll ich hier und wann ist Schluss. Und könnte seine Zeit viel sinnvoller nutzen. Soll ich einfach gehen oder muss ich hier bleiben?

Gehen!

Zeit ist unsere wertvollste Ressource. Zeit lässt sich nicht vermehren, nicht strecken und nicht verleihen. Zeit verstreicht und ist dann unwiderruflich vergangen. Daher hat jeder die Verantwortung, mit seiner Zeit und der Zeit seiner Mitmenschen sorgsam umzugehen.

Also kann es nur heißen: Verlassen Sie die Besprechung! Ist die Runde groß und die Teilnehmer kennen sich nicht alle, dann verschwinden Sie einfach. Sie brauchen nichts sagen, sich nicht rechtfertigen. Machen Sie kein großes Aufheben und stören Sie nicht die anderen. In kleinerer Runde entschuldigen Sie sich mit einer kurzen Begründung und sind dann weg.

Bleiben!

Es gibt einen Grund, warum Sie eingeladen wurden. Der Diplomand stellt seine Abschlussarbeit vor, das Marketing stellt ihr neuestes Produkt vor oder Ihr Chef hat zur Info-Runde geladen. Dazu gibt es ein paar ungeschriebene Regeln, damit Zusammenarbeit zwischen Menschen funktioniert. Eine davon ist der Respekt vor den anderen.

Also kann es nur heißen: Bleiben Sie auf jeden Fall im Raum! Und schenken Sie dem Vortrag zumindest einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit. Lassen Sie Ihren Rechner zu, das wäre ansonsten unhöflich und zu auffällig. Nehmen Sie lieber einen Stift zur Hand und machen sich Notizen, das wirkt viel positiver. Und dann können Sie immer noch eine To-Do-Liste schreiben oder Ihre nächste Präsentation konzipieren.

Ansprechen!

Es gibt gute Gründe, dass Sie in der Besprechung bleiben (müssen). Und dennoch: Das Thema betrifft Sie einfach nicht, die Diskussion ist zäh und kommt nicht zum Punkt, der Vortrag unendlich langweilig und konfus.

Also kann es nur heißen: Sprechen Sie es an! Machen Sie Ihre Kritik zum Thema der Besprechung.

  • Fragen Sie aktiv nach, ob bei diesem Thema Ihre Anwesenheit erforderlich sei. Immerhin können Sie nichts zum Thema beitragen und wenn es später eine wichtige Information für Sie gäbe, sind Sie ja per Telefon erreichbar.
  • Unterbrechen Sie die zähe Diskussion und stellen Sie die Ausgangsfrage. Übernehmen Sie (auch versteckt) die Moderation und bringen Sie die Debatte zu einem konkreten Ergebnis.
  • Stoppen Sie den Vortrag. Das geht vielleicht nicht in jedem Fall, aber selbst Ihren Chef können Sie mit sanften Zwischenfragen lenken. Und auch sonst: Weisen Sie auf die noch verbleibende Zeit hin. Bitten Sie den Referenten, zunächst das Ergebnis zu zeigen, zu den Details kämen Sie später zurück (oder auch nicht). Weisen Sie auf die ursprüngliche Aufgabenstellung hin. Sie müssen sich nicht alles anhören.

Vorher klären!

Sie haben eine Einladung erhalten? Dann fragen Sie sich vorher, ob Ihre Anwesenheit erforderlich ist. Im Zweifel rufen Sie den Organisator an und fragen dort nach. Manchmal lassen sich die Fragestellungen für die Besprechung gleich am Telefon klären und die Besprechung ist gar nicht notwendig. Bitten Sie um eine Agenda für den Termin. Damit können Sie prüfen, welche Punkte der Tagesordnung für Sie relevant sind. Oder ob es überhaupt keine Agenda und damit keinen Plan für den Termin gibt. Und im Zweifel sagen Sie Ihre Teilnahme vorher ab.

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